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The Black Rider – Tom Waits und der „Freischütz“

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Datum:
21. Juli 2011 20:00
Ort:
Burg Dreieichenhain
Kategorie:
Burgfestspiele

Aus dem „Gespensterbuch“: The Black Rider - Tom Waits und der „Freischütz“Nach den stürmischen Ovationen bei den Burgfestspielen 2010 erneut THE BLACK RIDER – THE RETURN OF THE SILVER BULLET
Für sein Musical „The Black Rider“ griff der amerikanische Regisseur und Bühnenmagier Robert Wilson ein urdeutsches Thema auf, nämlich die alte Volkssage vom „Freischütz“, wie sie im „Gespensterbuch“ von Friedrich Laun und August Apel 1810 erschien und später mit großem Erfolg für die Opernbühne von Carl Maria von Weber umgesetzt wurde. Schon 2010 war das Projekt, für das Wilson den Ausnahmemusiker Tom Waits und den Beat-Generation-Autor William S. Burroughs als Mitstreiter gewann, in Dreieichenhain zu sehen. An das erfolgreiche Gastspiel wird 2011 angeknüpft.

Die spannende Geschichte à la Wilson: Der Schreiber Wilhelm möchte Käthchen, die Tochter des Försters heiraten, darf aber nicht, weil ihr Vater auf einem Waidmann als Gatten besteht. So einer wie der Jägerbursche Robert wäre recht, der nach dem Wahlspruch lebt: „Wer denkt, taugt nichts als Mann.“ Kein Wunder, dass Käthchen von Wilhelm nicht lassen möchte. Um sich als Schwiegersohn zu qualifizieren, muss der Geliebte jedoch erst einmal das Schießen lernen. Der Schreiber erweist sich dabei als ziemlich untalentiert, so dass er die Hilfe des diabolischen Stelzfusses annehmen muss. Stelzfuss stellt Wilhelm eine Hand voll „Freikugeln“ zu Verfügung, mit denen er alles zu treffen vermag, was er will. Der leichte Erfolg bei der Jagd macht den Schreiber regelrecht süchtig. Nachdem er seinen Vorrat verbraucht hat, gießt er sich in der Wolfsschlucht neue Freikugeln. Doch Stelzfuss, der hinzukommt, verlangt einen Preis: „Sechs für dich und eine mir…“

Tom Waits sorgte mit seiner Musik und den Texten für eine ironisch gebrochene amerikanische Sicht auf das deutsche Thema. Er schuf eine höchst eigenwillige, oft dämonische Atmosphäre aus schrägem Vaudeville, billigem Varieté und rauchig-schönen Melodien, die durch die grelle akustische Inszenierung eine herbe Grundierung erhalten.

1998 feierte das Musical „The Black Rider“ die umjubelte Eröffnungsinszenierung am „Metropol Theater München“, das mit einer Neuinszenierung von Jochen Schölch aus dem Jahr 2008 zu Gast in Dreieich sein wird. Das Metropol Theater München wurde 2008 mit dem Titel „Bestes Off-Theater Deutschlands“ ausgezeichnet. Die musikalische Leistung liegt in den Händen von Andreas Lenz von Ungern-Sternberg. Die Texte sind in deutscher Sprache, die Songs in Englisch.

Eintrittspreise

Preisstaffel 3 20,- 23,- 26,- 29,-

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