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Konstantin Wecker – Poesie IST Widerstand – Nachholtermin

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Datum:
20. Dezember 2019
Preis:
ab 35 €
Ort:
Bürgerhaus Dreieich
Deutschland
Kategorie:
Konzerte

 

Nachholtermin für das Konzert vom 18.8.2019 bei den Burgfestspielen Dreieichenhain, welches  aufgrund eines extremen Unwetters und dadurch u.a. bedingten Stromausfall abgesagt werden musste.

Die Eintrittskarten vom 18.8.2019, behalten Ihre Gültigkeit für diesen Nachholtermin. 

Ein neuer poetischer Liebesflug mit Fany Kammerlander (cello) und Jo Barnikel (p)

„Poesie ist Widerstand“, sagt Konstantin Wecker und bringt damit in drei Worten die zentrale Botschaft seines neuesten Programms, mit dem er den krönenden doppelten Schlussakkord der diesjährigen Burgfestspiele setzt, auf den Punkt. Dabei bleibt er sich treu, denn Wecker zieht mit seiner Stimmgewalt, seiner Klangfülle und seinen Botschaften beharrlich seine Kreise auf der Suche nach dem Wunderbaren. Freuen dürfen sich seine Fans auf einen weiteren neuen poetischen Liebesflug mit Fany Kammerlander am Cello und Jo Barnikel am Klavier. Alle drei Musiker verbindet die große Liebe zum Lied. Konstantin Wecker, zeitlebens ein Kämpfer gegen Hass, Unmenschlichkeit und Profitgier, ist angetreten, mit seiner Musik Poesie und Widerstand zu vereinen. Die Anfeindungen gegenüber Geflüchteten und den Schwächsten in der Gesellschaft treiben den Sänger und Lyriker mehr denn je an, sich diesem Absturz in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele entgegen zu stemmen. Weil er die Menschen liebt. „Ich weiß, dass Poesie und Widerstand zu einer wunderbar kraftvollen Einheit verschmelzen können. Und ich weiß, dass es mehr mitfühlende Menschen gibt, die sich nicht allem beugen, was von den Populisten als selbstverständlich aufgetischt wird“, so der widerständige Poet, der weitere Texte aus seinem aktuellen Buch „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ lesen wird. In ihm schreibt er gegen eine Weltanschauung an, die als ewig gefestigt, in Stein gemeißelt und unverrückbar erklärt wird. Wecker sagt: „Das ist sie nicht.“

Als Bub war der kleine Konstantin Einzelkind, ein Ausreißer, der seinen Eltern damit hier und da Kummer bereitete. Dabei sei es das größte Glück gewesen, in sein Elternhaus hineingeboren worden zu sein, das von seiner selbstbewussten Mutter Dorle und seinem Vater Alexander, der als Opernsänger trotz wundervoller Stimme keinen Erfolg hatte, geprägt war. Für seine Generation sehr ungewöhnlich war Alexander Wecker Kriegsdienstverweigerer. „Ich musste mich fünf Tage anbrüllen lassen von Vollidioten, von denen ich mich nie im Leben anbrüllen lassen würde. Und dann drückte man mir ein Gewehr in die Hand und sagte, ich solle auf Menschen schießen, die ich noch nicht mal kannte. Da bin ich wieder gegangen.“ „Mein kluger, sanfter Vater“, nennt Konstantin Wecker ihn heute mit dem Abstand eines 71-jährigen Mannes und Ehemannes, der Vater zweier erwachsener Söhne und mittlerweile selbst erwachsen ist. „Als mein erstes Kind auf die Welt kam, fasste ich den Entschluss, endlich erwachsen zu werden. Da war ich 50.“ Den Tiefgang seiner Lieder, von dem sich so viele Zuhörer begeistern lassen und dessen Botschaften zahlreiche Menschen bewegen, beschreibt er selbstironisch: „Ich fuhr als junger Künstler mit einem amerikanischen Protzwagen namens Firebird mit einem goldenen Adler zum politischen Event vor. Gleichzeitig wunderte ich mich, warum die Leute sagten, ich würde in meinen Liedern lügen. Doch das geht nicht. Meine Lieder waren immer klüger als ich.“

Kein Wecker-Konzert gleicht dem anderen und doch haben alle eines gemeinsam: Sie sind musikalisch poetische Liebesflüge der ganz besonderen Art, die lyrisch-sensible Klavierstücke mit dem zart-schmelzenden Klang des Cellos vereinen. Zum Schweben gebracht werden sie von der Münchner Ausnahme-Cellistin Fany Kammerlander und Weckers langjährigem Bühnenpartner und Tasten-Virtuose Jo Barnikel.