A A+ A++
« Zurück zu den Veranstaltungen

Enkhjargal & Friends

iCal Import
Datum:
14. Dezember 2018 20:00
Preis:
ab € 12
Ort:
Bürgerhaus
Kategorie:
Andere TöneKonzerte

Sounds of Mongolia

„Mongolei – Meine Musik – meine Lieder aus der Tiefe der endlosen Steppe, der weiten nackten Wüste, wo der Himmel die Berge berührt, die Wolken am Schönsten, die Winde am Zornigsten, der Duft der Erde würzig, die Sterne das Paradies zeigen, und die Mythen lebendig sind.“ So beschreit Enkhjargal, kurz Epi genannt, sein Verhältnis zur Kultur seiner Heimat. Geboren 1968, aufgewachsen in einem kleinen Dorf nahe der russischen Grenze, wo man mehr Bären und Wölfe als Menschen trifft. Nach seinem Studium gelangte er erstmals 1993 mit „Altain Orgil“ nach Deutschland, wo er unter anderem auch Rüdiger Oppermann kennlernte, mit dem er seitdem bei vielen Klangwelten Festivals  und weiteren Konzerten in Europa und den USA tourte. André Heller lud ihn kürzlich exklusiv zur glanzvollen Eröffnung des Wiener Weltmuseums,  im Sommer 2018 gastierte er bei den Wormser Nibelungenfestspielen. Die letzten Konzert-Tourneen führten ihn auf die Schweizer Expo, nach Madrid, Gran Canaria London, Paris, Peking, Japan, Neuseeland und Australien, um nur einige zu nennen.

Er wandelt zwischen den Kulturen, sein musikalisches Interesse reicht von Klassischer Musik über Jazz bis zum Hiphop. Mit seinem Spiel auf der Morin Khuur und der Perfektion seines Gesanges (Unter- und Oberton) liebt er es, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen, unbestritten ein Star der Weltmusik. Bei diesem eher traditionell ausgerichteten Konzert gelingt es ihm schon nach wenigen Takten oder Tönen, dem Publikum den Duft oder die Schönheit der mongolischen Steppe und Weite vor Augen und Ohren zu führen. Begleitet wird er auf seiner Reise durch die Traditionen seiner Heimat gleich von drei Künstlerinnen, die ihn auf traditionellen Instrumenten und gesanglich begleiten, auch Tanz steht auf dem Programm dieses Abends.

Enkhjargal Dandarvaanchig – Morin Khuur (Pferdekopfgeige), Unter- und Obertongesang

Ganchimeg Sandag – Tovchuur (zweisaitige Laute), Shanz (dreisaitige Laute), Unter- und Obertongesang

Purevsuren Byambaa – Yatga (Mongolische Zither), Gesang

Gerlee Tsegmid-Rösch – Tanz

Heute also quasi Mongolische Klangwelten, Rüdiger Oppermann ist krank und kann zurzeit kein Klangwelten Festival organisieren, dafür steht sein Freund und langjähriger Klangwelten-Kollege mit Sounds of Mongolia für den Klang aus aller Welt.

Bios

Enkhjargal Dandarvaanchig stammt aus der Taiga der Nordmongolei, nahe der sibirischen Grenze, wo man ansonsten mehr Bären und Wölfe trifft als Menschen Er wurde 1968 in Ulaanbaatar/Mongolei geboren und wuchs in Altanbulag auf, einem kleinen Dorf nahe der russischen Grenze. Er studierte am Musik-Konservatorium in Ulaanbaatar (1990-1992). Sein Lehrer war Professor G. Jamjan, der bekannteste und beste Morin Hoor–Meister der Mongolei. Schon während seiner Ausbildung spielte Enkhjargal mit seinem ersten Morin Hoor–Quintett im mongolischen Fernsehen und tourte mit verschiedenen Staatsensembles durch das ganze Land, um die mongolische Volksmusik zu pflegen. Durch seinen familiären Hintergrund (Enkhjargals Vater zog sich aufs Land zurück um Pferde zu züchten, woran er selbst auch Anteil hat) ist Enkhjargal eng verwurzelt mit dem traditionellen und nomadischen Lebensgefühl seines Volkes.

1993 gelangte er zum ersten mal mit der Gruppe „Altain Orgil“ nach Deutschland, wo er unter anderem auch Rüdiger Oppermann kennen lernte. Mit ihm und auf dessen Klangwelten Festivals spielte er die letzten zwanzig Jahre nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland und den USA zahlreiche Konzerte. André Heller lud ihn kürzlich exklusiv zur glanzvollen Eröffnung des Wiener Weltmuseums,  im Sommer 2018 gastierte er bei den Wormser Nibelungenfestspielen .

Die letzten Konzert-Tourneen führten ihn auf die Schweizer Expo, nach Madrid, Gran Canaria London, Paris, Peking, Japan, Neuseeland und Australien, um nur einige zu nennen. Nebenbei war und ist er immer wieder gern gesehener Gastmusiker oder Sänger bei verschiedenen Projekten: mit Peter Götzmann zelebriert er den mongolischen HipHop, mit Didier Lockwood zeigte er sich auch gerne einmal von der jazzigen Seite und mit klassischen Orchestern erobert sein Sound ehrwürdige Konzerthallen. So konnte er seine Fähigkeiten zu improvisieren in einer für ihn ganz neuen Musik und Stilistik vervollkommnen und zu einem eigenen Klang werden lassen. Mit seiner Interpretation mongolischer Volksmusik schreitet er aber auch oft auf Solopfaden. Neben unzähligen CD-Einspielungen als Gastmusiker erschien vor einigen Jahren seine erste Solo-CD („Hoirr Öngö“). Mittlerweile ist dieser unbestrittene Star der Weltmusik auf allen Kontinenten mit diversen Ensembles unterwegs und hinterlässt regelmäßig enthusiastisches Publikum und begeistertes Medienecho.

Enkhjargal, das Stimmwunder aus der Mongolei, wandelt zwischen den Kulturen. Mit seinem Spiel auf der Morin Hoor und der Perfektion seines Gesanges (Unter- und Oberton) liebt er es, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen. So gelingt es ihm schon nach wenigen Takten oder Tönen, dem Publikum den Duft oder die Schönheit der mongolischen Steppe und Weite vor Augen und Ohren zu führen. Ein wahrer Genuss für die Sinne!

„…. atemberaubenden Blick auf eine archaische und von der Natur geprägte Kultur. Sänger und Geiger Enkhjargal malt in verschiedenen Besetzungen die Schönheiten unter dem mongolischen Himmel in die Herzen der Zuschauer: Oberton-Gesang und instrumentale Virtuosität, die alten Legenden in berührenden Gesangs-Epen, die atemberaubende Landschaft und ihre Geräusche, Pferde, Tierstimmen, Nomaden, Freundschaft und die Magie der mongolischen Steppe werden in dieser berührenden Musik lebendig. – Ein Genuss für die Sinne . „Ein Hörerlebnis um alles andere zu vergessen…enorme Ausdruckskraft…restlos beeindruckend….“ (Badisches Tagblatt). 

Aus den unendlichen Weiten der mongolischen Steppe ist ein ganz außergewöhnlicher Musiker in den Westen gezogen: Enkh Jargal, Meister der Pferdekopfgeige, des mongolischen Nationalinstruments, und der traditionellen Vokalstile „Char-Chira“ und „Xöömi“: ein sehr tiefer Kehlkopfgesang und der eindrucksvolle mongolische Obertongesang, bei dem über einem anhaltenden Grundton eine glasklare, flötenartige Melodiestimme erklingt. Enkh hat in nationalen Folkloregruppen gespielt und an der staatlichen Musikschule studiert, hat sich im Westen auch zeitgemäßen Einflüssen von Jazz und Weltmusik nicht verschlossen und ist zwei Jahre als Live-Musiker mit dem Schweizer Tanztheater „Rigolo“ aufgetreten. Seine Debüt-CD präsentiert traditionelle Stücke in Originalbesetzung, Feldaufnahmen aus der Mongolei, neue Arrangements im Studio-Sound und zwei Titel, bei denen Enkh von einer Karlsruher Jazz-Rock-Gruppe begleitet wird – Musik zweier Welten.

Purevsuren Byambaa spielt mongolische Yatga (Wölbbrettzither) und singt wunderschöne, tief berührende traditionelle Folklorelieder. Sie wurde am Fluss Selenge im Norden der Mongolei geboren. In der Hauptstadt Ulaan-Baator studierte sie an der Staatlichen Musikhochschule Yatga, Klavier und Gesang. 1994 kam sie mit dem mongolischen Musik- und Tanzensemble “Altain Orgil” nach Deutschland. Es folgten eine zweijährige Tournee durch Deutschland und Europa sowie Live-Konzerte im Rundfunk. 1996 veröffentlichte sie ihre Solo-CD “Zagaan Sar – Weißer Mond“. Seit 1997 spielt und singt sie in Deutschland. Die Yatga ist eine gestrichene Wölbbrettzither mit beweglichen Stegen. Sie besteht aus einem schmalen, gewölbten, hohlen Holzkorpus und einem flachen Holzboden. Die Saiten werden gezupft, und ihr Ton ist sehr sanft. Das Instrument galt als heilig, und sein Spiel war an Rituale und Tabus gebunden. Es wurde vorwiegend am Hofe und in Klöstern verwendet, da die Saiten die zwölf Stufen der Palasthierarchie symbolisierten. Das Spiel dieser zwölfsaitigen Zither war den Hirten vorerst verboten, ihnen war nur das Spielen der Zehnsaitigen gestattet, mit der auch Epen vorgetragen wurden.

Ganchimeg Sandag  – Tovchuur, Schanz, Unterton-Oberton Sängerin

Ganchimeg Sandag singt und spielt Tovchuur seit ihrem sechsten Lebensjahr. Sie wurde in der Steppe westlich der Mongolei geboren und tauchte in ihrer Kindheit in die Tradition von „Biyelge“ ein und konnte dieses außergewöhnliche Repertoire am Leben erhalten.

Tovchuur ist eine mongolische Laute mit zwei Saiten aus Naturdarm, der Klangkörper  ist mit Ziegenhaut bespannt. Dieses Instrument wird von den Barden verwendet, um Epen und Loblieder zu begleiten, denen es seinen Rhythmus gibt.

Shanz ist ein dreisaitiges Saiteninstrument, beidseitig bespannt mit Schlangenhaut, es wird mit einem Bambusstock bespielt und ähnelt klanglich dem Banjo. Ursprünglich stammt es aus China und Japan und wird seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts als Konzertinstrument gespielt..

Gerlee Tsegmid-RöschTanz

Geboren wurde sie in der Mongolei, wo sie Ballett am Tanz- und Musikkolleg von Ulaanbaatar studierte und vier Jahre dem Mongolian National Grand Theatre angehörte. Sie versteht sich als Kulturbotschafterin zwischen der traditionellen Mongolei und ihrer neuen europäischen Heimat – eine Nomadin zwischen den Welten.

Eintritt: €12 – 18 oder im Abonnement