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Der Menschenfeind

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Datum:
14. Juli 2011 20:00
Ort:
Burg Dreieichenhain
Kategorie:
Burgfestspiele

Paraderolle für Michael Quast: Der MenschenfeindDie Veranstaltung ist ausverkauft

Gibt es eine Welt ohne Heuchelei? Dieser immer aktuellen Frage nahm sich der Franzose Molière in seiner 1666 uraufgeführten Komödie „Der Menschenfeind“ an. Jetzt wandelt das En-semble „Barock am Main“ auf den Spuren des fanatischen Idealisten Alkest. In Wolfgang Deichsels hessischer Version, die 2010 in Frankfurt Premiere feierte, schlüpft Michael Quast in das Gewand des tragikkomischen Titelhelden – eine Paraderolle für den wortgewandten Tausendsassa.
Regie führt Sarah Groß, die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Rhodri Britton.

Der französische Titel „Le Misanthrope ou l’Atrabilaire amoureux“ heißt übersetzt „Der Menschenfeind oder der verliebte Melancholiker“ und weist auf die fundamentale charakterliche Spaltung des Protagonisten hin, der, wie bei vielen Stücken von Molière vom Autor selbst gespielt wurde. Das Stück zeichnet das Bild einer Gesellschaft im Wandel und das Porträt eines Mannes, der sich weder ändern kann noch will. Alkest glaubt an die Wahrheit und an die Treue und begegnet seinen Mitmenschen mit kompromissloser Aufrichtigkeit. Obwohl er bei allen Menschen Fehler und Heuchelei wittert, liebt er die junge, kokette Cäcilie, die von der Gesellschaft gefeiert und bewundert wird. Alkest ist eifersüchtig auf Cäcilies Verehrer und will, dass sie sich allein zu ihm bekennt. Er begreift nicht, dass die Welt nicht mehr auf den traditionellen Werten basiert, an die er glaubt.

„Quast glänzt als Molières schillernde Hauptfigur. Polternd, kläffend und jammernd gibt er den schrulligen Idealisten und offenbart zugleich dessen große Schwäche: Alkests Gefühle für Cäcilie“, resü-mierte die FAZ nach der Premiere.

Eintrittspreise -ausverkauft