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Burgfestspiele 2017 – Ich fürchte nichts – Luther 2017

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Datum:
9. August 2017 20:30
Preis:
ab € 19
Ort:
Burg Hayn
Kategorie:
BurgfestspieleSchauspiel-Theater

nnlu-_218_300816Ein theatrales Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik

Religiöser Fanatismus gepaart mit ökonomischem Ungleichgewicht und die neuen Medien als Brandbeschleuniger.   https://www.youtube.com/watch?v=1rRWaqtJWPU&feature=youtu.be Schlagworte des Jahres 2017? Nein, nein, keine Sorge. Diese Begriffe beschreiben bloß die gesellschaftliche Stimmung im Jahr 1517. Sie sind Zeichen für gewaltige Veränderungen, maßgeblich gesteuert von dem Mönch Martin Luther..

In einer turbulenten Zeit im frühen 16. Jahrhundert lehnt sich Luther auf und überwirft sich, getrieben vom Zorn, mit allem was heilig ist. Er facht diese Kräfte an, aber beherrscht sie nicht, gerät in ihren Sog und wird immer tiefer in den Strudel gezogen, in dem aus Tinte Blut wird. „Hätte ich gewusst, da ich anfing zu schreiben, was ich jetzt erfahren und gesehen habe, so hätte ich fürwahr stille geschwiegen…“ So schreibt der alte Luther kurz vor seinem Tod – müde, überrannt von den Ereignissen. War er ein Instrument, oder ist er instrumentalisiert worden? 

Der junge Luther freilich steht zu seiner Kraft, seinen Ideen, zu seiner Schärfe der Formulierung: „Ich habe keine bessere Arzenei als den Zorn, ich muss zornig sein; da erfrischt sich mein ganz Geblüt, mein Verstand wird geschärft.“

Das Publikum nimmt Anteil an den kleinen Dingen des Lebens, die doch so großen Einfluss auf den Weltenlauf haben: Was hat es mit den Heringen auf sich? Welche Rolle spielt der Gänsekiel? Was hat der Rabbi aus Leipzig mit der Luther-Bibel zu tun? Ist die Reformation vielleicht des Teufels Werk? Das N.N. Theater (Köln) versucht in seiner vom Bundesministerium für Kultur und Medien geförderten Inszenierung, mit seinem Autor George Isherwood und seinem Regisseur Gregor Höppner Antworten zu liefern: ein lehrreiches Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik.

 NN Theater Köln – Es spielen: Irene Schwarz, Aischa Lina Löbbert, Oliver Schnelker, Michel Thorbecke/ Musik: Bernd Kaftan/ Regie: Gregor Höppner/ Buch: George Isherwoo

www.nntheater.de