Schauspiel nach dem Roman von Leo Tolstoi
„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“
Diesen Eingangssatz hat Leo Tolstoi seinem großen Roman „Anna Karenina“ vorangestellt. Erzählt wird die Geschichte einer leidenschaftlichen Beziehung. Protagonisten sind eine verheiratete Frau und ein junger Offizier im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts. Die Inszenierung, die kurz nach dem Jahreswechsel 2011/2012 in Dreieich zu sehen sein wird, lotet die Tiefe des Stoffes aus. Scharf gezeichnete Figuren und Konflikte bilden das Fundament für Gesellschaftskritik, mit der Tolstoi nicht geizte. Sein roter Handlungsfaden: Eingebunden in die Engherzigkeit des erstarrten aristokratischen Systems, findet die sensible Anna Karenina in der Zuneigung des jungen Grafen Wronskij die Erfüllung ihrer Sehnsucht. Die junge Mutter eines Sohnes, mit einem Mann verheiratet, den sie nicht liebt, aber achtet, ist Mittelpunkt der höchsten Moskauer und St. Petersburger Hofgesellschaft – und eben diesem Umfeld bleibt ihre „liaison fatale“ nicht verborgen.
Hin und her gerissen zwischen Lüge und Wahrheit, verkehrt sich Annas Liebe zu Wronskij in Eifersucht und Hass.
mit Franz-Joseph Dieken, Jürgen Hoppe, Elena Meißner, Georg Münzel und anderen
Regie und Textfassung: Axel Schneider
Altonaer Theater Hamburg
Eintritt: € 15 – 19 oder im Abonnement

