Lustspiel von Heinrich von Kleist
Als Heinrich von Kleist 1803 Molières Komödie „Amphitryon“ übersetzte, verliebte er sich umgehend in den scheinbar so leichten Stoff, versah die Gesellschaftskomödie aber mit einer ihm eigenen Portion Hintersinn und Tiefe. Nun hat sich das bekannte Wandertheater Poetenpack den Klassiker vorgenommen, schon mit Kleists „zerbrochenem Krug“ hatte das Ensemble überzeugen können.
Wie reagiert ein Mann, der nach langer Trennung von der Gattin zur Begrüßung das Kompliment für die vergangene tolle Liebesnacht bekommt, von der er selbst gar nichts weiß? Da sind Verwirrungen vorprogrammiert. „Amphitryon“ ist aber nicht nur ein Verwechslungsspiel. Das Theaterstück hinterfragt in einer klassischen und sehr liebevoll gemachten Inszenierung aus Potsdam das Verständnis des eigenen Ichs und avanciert zur Fallstudie für echte Krisenfestigkeit.
mit Philipp Eckelmann, Philippine Pachl, Andreas Hueck, Teo Vaddersen, Johanna Lesch und Ralf Bockholt
Regie: Justus Carrière
Theater Poetenpack, Potsdam
Eintritt: € 15 – 19 oder im Abonnement

